Reolink TrackFlex Floodlight im Langzeittest – PTZ-Kamera, Flutlicht & Home Assistant

Die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi ist mehr als nur eine klassische Überwachungskamera. Sie kombiniert eine PTZ-Kamera mit Dual-Objektiv, ein leistungsstarkes Flutlicht, intelligente Objekterkennung und eine sehr tiefe Home-Assistant-Integration.
Ich habe das Gerät rund drei Monate im Alltag getestet – Zeit für ein ehrliches Praxisfazit.

Überblick: Was ist die Reolink TrackFlex Floodlight?

Bei der TrackFlex Floodlight handelt es sich im Grunde um zwei Geräte in einem:

  • eine PTZ-Überwachungskamera mit automatischem Tracking
  • ein Flutlicht, das auch unabhängig von der Kamera genutzt werden kann

Reolink setzt hier auf ein Dual-Kamera-System:

  • 4K-Weitwinkelkamera für die Gesamtübersicht
  • Zoom-Kamera (digital bis 6×) für Details

Zusätzlich kann sich die Kamera horizontal und vertikal bewegen und folgt erkannten Objekten automatisch.


Installation & Montage – wichtiger Praxis-Hinweis

Die Kamera ist für eine Montagehöhe von etwa 2–3 Metern vorgesehen.
Ich habe sie bewusst deutlich höher (ca. 5–6 m) montiert – und genau das hat Auswirkungen:

  • Objekttracking funktioniert weiterhin
  • Erkennung reagiert aber langsamer
  • kleinere Objekte (Tiere, weiter entfernte Personen) werden schlechter erkannt

👉 Empfehlung:
Idealerweise wird die TrackFlex Floodlight an einer Hausecke montiert, um den maximalen PTZ-Bereich auszunutzen.


Kamera- & Lichtfunktionen im Detail

Dual-Stream-Ansicht

In der Reolink App stehen zwei parallele Videostreams zur Verfügung:

  • Gesamtübersicht (Weitwinkel)
  • Detailansicht (Zoom)

Beide Streams lassen sich später auch in Home Assistant nutzen.


Flutlicht: Mehr als nur Kamera-Beleuchtung

Die TrackFlex Floodlight besitzt zwei bewegliche (manuell ausrichtbar) Flutlichter, die:

  • warmweiß oder kaltweiß leuchten
  • bis zu 3000 Lumen erreichen
  • unabhängig von der Kamera gesteuert werden können

Typische Einsatzszenarien:

  • dauerhaftes Außenlicht bei Dämmerung
  • Licht nur bei erkannter Bewegung
  • Licht + Kamera als Abschreckung

Bewegungsalarm & Objekterkennung

Ein zentraler Punkt – und eine häufige Fehlerquelle.

Die Kamera kann unterscheiden zwischen:

  • Personen
  • Fahrzeugen
  • Tieren
  • sonstigen Bewegungen

Zusätzlich lassen sich einstellen:

  • Empfindlichkeit
  • Alarmverzögerung
  • minimale Objektgröße
  • Zeitpläne (z. B. nur nachts)

⚠️ Wichtig:
Bewegungsalarm ≠ Aufzeichnung ≠ Licht ≠ Sirene
Diese Punkte müssen separat konfiguriert werden.


Auto-Tracking & PTZ-Funktionen

Das Auto-Tracking gehört zu den stärksten Features der Kamera.

Möglichkeiten:

  • Verfolgung von Personen, Fahrzeugen oder Tieren
  • rein digitales Tracking oder motorisierte PTZ-Verfolgung
  • einstellbarer Verfolgungswinkel (bis ca. 240°)
  • Priorisierung bestimmter Objekte

Presets & Wachpunkt

  • Preset-Punkte speichern feste Kamerapositionen
  • Wachpunkt definiert, wohin die Kamera nach einem Ereignis zurückkehrt

Gerade im Dauerbetrieb ein extrem wichtiges Feature.


Sirene & Alarmfunktionen

Zusätzlich zum Licht kann eine Sirene mit bis zu 110 dB aktiviert werden:

  • zeitlich steuerbar
  • abhängig vom erkannten Objekttyp
  • sinnvoll z. B. im Garten oder Hinterhof nachts

Home Assistant Integration (Platinum Quality)

Reolink gehört zu den wenigen Kamera-Herstellern mit einer Platinum-zertifizierten Home-Assistant-Integration.

In Home Assistant verfügbar:

  • PTZ-Steuerung
  • Preset-Punkte
  • Licht & Sirene
  • Objekt-Erkennung als Sensoren
  • beide Videostreams
  • Firmware-Updates direkt aus Home Assistant

Automations-Beispiele

  • Licht einschalten, wenn Person erkannt
  • andere Außenbeleuchtung bei Fahrzeugerkennung
  • Push-Nachricht bei Tiererkennung nachts
  • Kamera auf Preset fahren, wenn Alarm ausgelöst wird

Mein Fazit nach 3 Monaten

Stärken:

  • starkes Gesamtkonzept aus Kamera + Licht
  • sehr gutes PTZ-Tracking
  • flexible Lichtsteuerung
  • hervorragende Home-Assistant-Integration

Schwächen:

  • Montagehöhe extrem wichtig
  • Objekterkennung könnte teilweise schneller sein
  • kein permanentes Low-Res-Recording mit Pre-Event-Puffer

👉 Unterm Strich:
Eine sehr empfehlenswerte Kamera für alle, die Überwachung, Licht und Smart Home sinnvoll kombinieren wollen – besonders in Verbindung mit Home Assistant.


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