Aqara FP300: Zonenfeature & versteckte Funktionen mit Zigbee2MQTT

In diesem Beitrag fasse ich ausschließlich das zusammen, was ich im Video gesagt habe — keine Ergänzungen, keine externen Fakten. Wenn du das Gerät selbst getestet hast oder ich etwas übersehen habe, schreibe es gern in die Kommentare, dann ergänze ich den Beitrag.

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Kurz zusammengefasst

Der Aqara FP300 ist ein batteriebetriebener Präsenz-/Bewegungsmelder mit mehreren interessanten Sensoren und einem Millimeter-Wave-Radar. Wichtig: Viele erweiterte Funktionen stehen nur im Zigbee-Modus zur Verfügung — nicht im Matter-Modus. Im Video zeige ich, wie ich das Gerät per Aqara App ins Pairing bringe, die Firmware wechsle und anschließend mit Zigbee2MQTT nutze, um die vollen Optionen freizuschalten.

Funktionen des Geräts

  • Bewegungs- und Präsenz­erkennung (PIR + mmWave)
  • Zusätzliche Messwerte: Licht, Temperatur, Feuchtigkeit
  • AI Power Detection: Anlern-Funktion, um Störeinflüsse (z. B. Lüftungsanlage) zu ignorieren
  • Batteriebetrieben (Batteriewechsel über kleine Sicherungseinheit)
  • Zwei Varianten:
    • Zigbee-Variante (~3 Jahre Batterielaufzeit)
    • Thread/Matter-Variante (~2 Jahre Batterielaufzeit)

Warum Zigbee statt Matter?

Matter liefert nur Basis-Funktionen. Zigbee bietet deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten und mehr Entitäten/Infos. Deshalb habe ich das Gerät in den Zigbee-Modus gebracht und dann über Zigbee2MQTT eingebunden.

So bringst du den FP300 in den Zigbee-Modus

  1. Gerät in den Pairing-Modus versetzen: Taste lange drücken bis es blinkt oder Kabel ziehen bei der ersten Installation
  2. In der Aqara App Gerät hinzufügen (Bluetooth/ESP32)
  3. Auf Zigbee umstellen – Firmware lädt automatisch und Gerät startet neu
  4. Installation abbrechen und stattdessen in Zigbee2MQTT anlernen

Wichtige Konfigurationsmöglichkeiten

Präsenz vs Bewegung

  • PIR (Bewegung) reagiert schnell, mmWave (Präsenz) langsamer
  • Empfehlung: beide aktivieren – PIR weckt das Gerät auf, mmWave erfasst stabile Präsenz

Zeit-/Timeout-Einstellungen

  • Ab wann wieder „abwesend“ angezeigt wird – im Video z. B. 10 Sekunden

Mess- und Meldefrequenzen (Temperatur, Feuchte, Helligkeit)

  • Messintervall: alle 10 Minuten bis jede Stunde
  • Übertragung: alle 3600 Sekunden oder sofort bei Änderung
  • Schwellwerte definierbar:
    • Temperatur ≥ 1 °
    • Feuchtigkeit ≥ 15 %
    • Helligkeit ≥ 15 %
  • Reporting-Modus: entweder / oder / und kombinierbar

Energiesparen / Deaktivieren von Sensoren

  • Temperatur, Feuchte, Helligkeit deaktivieren oder seltener messen lassen
  • Weniger Messungen = längere Batterielaufzeit

Detection Rate & Detection Range Composite (Zonenmanagement)

  • Detection Rate: numerischer Wert zur Reichweite
  • Detection Range Composite: Zone definieren (z. B. nur 1–4 m im 120° Feld)
  • Track Distance: testen, ob die Zone korrekt erkannt wird
  • Target Distance: geschätzte Distanz der Erkennung anzeigen (z. B. 25 cm)

AI Learning / Störquellen

  • AI Power Detection: Störquellen ignorieren, z. B. Lüftung
  • Hilfreich bei falsch-positiven Erkennungen

Praxistipps

  • Beide Sensorarten aktivieren (PIR + mmWave)
  • Feinjustierung der Detection-Range (nur gewünschte Zone überwachen)
  • Track Distance zur Kalibrierung der Zone nutzen
  • Sensoren deaktivieren / Intervall erhöhen für längere Batterielaufzeit

Verfügbarkeit & Preis

  • Zum Zeitpunkt der Videoaufnahme: nicht auf Amazon verfügbar
  • Zielpreis: ca. 45–50 €
  • Alternativen: FP2 oder andere Geräte, je nach Batteriebedarf oder Feature-Wunsch

Mein Fazit

  • Batteriebetrieb + Präsenz­erkennung / Zonenmanagement = klare Empfehlung
  • Zigbee2MQTT bringt volle Funktionalität
  • Optik und Montage (Schrauben oder magnetisch) praktisch
  • AI-Learning & Zonensteuerung = echte Stärke des Geräts


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