Trimmer-Test: ECOVACS GOAT A1600 – Funktioniert’s wirklich?

Das neue Flaggschiff von ECOVACS – der GOAT A1600 LiDAR Pro verspricht was ganz Neues: echten Trimmerschnitt statt klassischem Rasenkantenschnitt. In diesem Praxistest finden wir heraus, ob das Chaos-Garten-Problem wirklich gelöst ist.


Hier geht es zu dem Video: https://youtu.be/5fA-w6ufv5I


Erste Eindrücke: Solides Setup

Der Lieferumfang überzeugt: Ladestation (Ober- und Unterteil), Ladekabel, dickes Handbuch, Ersatzklingen, Seitenbürste und das Gerät selbst.

Technisch spannend:

  • Zwei Kameras vorne (3D-LiDAR-Sensor + KI-Kamera für Hindernisse)
  • 360° LiDAR-Sensor oben für Navigation
  • Regensensor,markanter Stoppknopf
  • IPX6-Schutz (wasserstrahlgereinigt möglich)
  • Unten: Zwei Drehteller mit je zwei Klingen + eingefahrener Trimmer links

Einrichtung: Unkompliziert

  1. Ladestation aufbauen → Strom → Roboter einsetzen
  2. Standard-PIN „0000“ → neuer PIN setzen
  3. Ecovacs App → QR-Code scannen → Bluetooth → WLAN (nur Station braucht WLAN)
  4. Namen vergeben → Firmware-Update

Kartierung: Mischung aus Auto- und Manuellmodus. Am Rand entlangfahren (Joystick oder Auto), bei Problemen löschen und manuell korrigieren. Tipp: So nah wie möglich an der Kante fahren, damit der Trimmer optimal arbeitet.


Mähleistung: Keine Überraschungen

Saubere Bahnführung, geordnete Linien, Wurzeln werden umfahren. Schnittbild: Durch langen Nichtschnitt gut sichtbar, dass rechts/links abgewälzt wird.

App-Einstellungen:

  • Mähmuster (längs/quer)
  • Mähgeschwindigkeit (neu!)
  • Mähhöhe (Test: 4 cm)
  • Vermeidungsmodus
  • Adaptive Kanteneinstellung
  • Trimmgrenzen definieren (Pflanzen ausschließen)

Trimmer-Test: Durchwachsen

Erste Runde: Solala. Nicht überzeugend.

Nach Feintuning + mehreren Durchgängen: Gute Ergebnisse mit adaptivem Modus. Problem: Lange Grashalme werden umfahren (Hindernis-Erkennung), Plastikbaragen werden hart angefahren.

Vorher/Nachher-Vergleich nach 5 Durchgängen: Sichtbare Verbesserung, aber Geduld nötig.

Fazit Trimmer: Funktioniert, aber kein „einmal fahren und fertig“. Software-Updates könnten hier noch verbessern.


Hinderniserkennung: App-Einstellungen entscheidend

Standardkonfiguration: Schwach. Hundespielzeug wird erfasst 😅.

Nach Anpassung:

  • Vermeidungsmodus auf „flacher Untergrund mit kurzem Gras“
  • KI-Erkennung hochgedreht

Ergebnis: Besser, aber nicht perfekt.


Steigungstest: Klassenstark

Herstellerangabe 27° → Test bis 30,5° bestanden. Rampe selbst gebaut, manuell vorgefahren zur Sicherheit. Beeindruckend stark!


Lautstärke

  • Normal-Mähen: Super verträglich
  • Trimmer: Nicht sonntagstauglich (lauter)

Mein Fazit

Stärken:

  • Sauberer Rasenschnitt ✓
  • Starke Steigungen ✓
  • Trimmer liefert Mehrwert (mit Feintuning)

Schwachstellen:

  • Hinderniserkennung braucht App-Optimierung
  • Trimmer erfordert mehrere Durchgänge + realistische Erwartungen

Für wen: Gartenbesitzer mit Rand-Problem, die App-Einstellungen optimieren können

Empfehlung: Gutes Premiumgerät mit echtem Innovationsansatz. Trimmer ist kein Gimmick, aber auch kein Allheilmittel. Geduld und App-Kenntnisse vorausgesetzt.


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