Die IFA 2026 in Berlin ist vorbei – und ich zeige dir in einer kompakten Runde, was du als Smart-Home-Fan gesehen haben musst. Dieses Jahr habe ich wieder die Hallen abgeklappert und bei 17 Herstellern vorbeigeschaut: vom humanoiden Roboter bis zum smarten Katzenklo. Hier sind die wichtigsten Themen, kompakt und ehrlich für euch zusammengefasst – ohne Bewerbungs-Bluff.
Dazu auch das begleitende Video: https://youtu.be/UX6X1n_c_Ak
SwitchBot: Mehr als nur smarte Schlösser
SwitchBot ist längst nicht mehr nur SwitchBot. Im Hintergrund hängt die One Robotic Group zusammen, sodass am Stand auch humanoide Roboter für unter 10.000 € beworben wurden. In eigener Sache haben wir uns die neue Schloss-Linie angeschaut:
- Smart Lock Ultra Max – mit Handvenen- und Gesichtserkennung und deutlich schneller als der Vorgänger
- Beheizte Betten – ein Inlay, das auf einer Seite kalt, auf der anderen warm bleibt; je nach Partner steuerbar über das SwitchBot-Ökosystem
- Art Frame Luna in der neuen Generation – schönere Holz-Rahmen und Speicherung von bis zu 500 Bildern
- AI-Mind-Clip – nimmt Clips mit bis zu 20 Stunden Laufzeit auf, transkribiert und fasst zusammen und leitet daraus sogar To-Dos ab
Dreame – Saugroboter, Mähroboter und mehr
Dreame ist wieder mit einer kompletten Halle aufgelaufen. Das Flaggschiff Aqua X20 Pro kann mit ausfahrbaren Rädern über Gegenstände fahren und verfügt über gegenläufige Rollen, damit nichts durchrutscht. Daneben gibt es den X60 Pro mit Mopps – für alle, die dem Prinzip Rollen skeptisch gegenüberstehen. Und die Mähroboter sind dieses Jahr wieder eine echte Ansage geworden: Der A4 AWD Pro ist für Flächen ab 2.000 m² reduziert und bringt einen seitlichen Kantenschneider, eine 180°-Kamera und ausfahrbare Seitenteile mit. Neu sind außerdem kleine Action-Kameras (4K, 120 FPS) und ein Dampf-Wasserfall für die reine Show. 😉
Aqara – Licht im Fokus
Aqara legt dieses Jahr den Schwerpunkt klar auf Licht: von indirektem Licht per Floor Lamp über Decken-Spots bis hin zu einer Außen-Lichterkette. Integration wie gewohnt lokal über Zigbee oder Thread/Matter. Auch der Aqara Cube ist in der Version T1 Pro dabei. Dazu Smart-Locks (U600 und U250) und – ein klarer Trend – Außenkameras mit einem eigenen Hub, damit das alles lokal funktioniert.
Reolink – große Gärten, lokale KI
Reolink bringt ein neues Flaggschiff: Ein frei stellbares Solar-Panel, einem 4K-Sensordbild mit Weitwinkel und digitalem Zoom sowie einem austauschbaren Akku mit 10.000 mAh, der auch lange, dunkle Winter übersteht. Das stationäre Modell bietet sogar einen optischen PTZ-Zoom mit bis zu 16-facher Vergrößerung. Mein persönliches Highlight: die Custom-AI-Detection. Du kannst lokal eigene Events definieren – zum Beispiel eine volle Mülltonne, die erkannt wird. Möglich macht das der HomeHub 2 mit bis zu 16 TB Speicher. Dazu kommt eine neue Power-Efficiency-Serie mit kleiner Kamera, zwei Türklingeln und eine mobile Kamera für’s Camping oder Hotels – die sogar ohne Hub in Home Assistant funktioniert.
Shelly – mit vielen Partnern
Shelly hält sich mit Massen-Prototypen zurück und setzt auf das Bewährte. Neu ist eine winzige Kamera mit Objekterkennung. Dazu hängt Shelly an immer mehr Partnern: So gibt es „Powered by Shelly“ bei Rolläden und Markisen, eine Kooperation mit Hörmann für Garagenöffener und – das große Wort – Shelly und Miele, damit Miele-Geräte Smart werden und ins Shelly-Ökosystem finden.
Sonoff – viele Neuheiten aus einer Hand
Sonoff hat dieses Jahr überraschend viel Neues gezeigt: eine Kamera, die nach außen installiert wird und einen großen Winkel abdeckt, neue Outdoor-Kameras, eine eigene, per ZigBee einbindbare Sirene. Neu sind vor allem die Heizungs-Komponenten: Die Heizkörper-Thermostat sind bekannt, aber mit dem Radiator Wave macht Sonoff jetzt Fußbodenheizungen smart und steuert die einzelnen Wasserläufe separat. Bei den Displays kommst das NS Panel Pro Generation 2 mit zwei Relays – dazu weitere Größen von Pro, Pro Max bis Ultra.
Changhong – unbekannte, aber spannende Sensoren
Ein Hersteller, den ich bisher nicht kannte: Der Hub ist oft gar nicht nötig, denn vieles läuft über Zigbee, Matter und sogar LoRa. Klassisches Lineup mit Temperatursensoren. Besonders ist der Schlafsensor mit 90-GHz-Feld, der über dem Bett installiert wird und die Schlafqualität erfasst. Der WiFi Halo funktioniert nicht out of the box (da braucht es einen entsprechenden Router), bietet dafür aber eine Reichweite bis zu einem Kilometer – ideal für Kameras in schwerer erreichbaren Ecken.
CATLINK & Arenti – das Smart Home für Katzen
Ich bin ja der Meinung, wir müssen mehr Tiere ins Smart Home holen – und CATLINK macht das genau richtig. Neue, noch nicht veröffentlichte Geräte: ein smarte Futterautomat mit Kamera und KI-Erkennung, der pro Katze ganz genau die Portion ausgibt. Das größte Gerät ist das Katzenklo: Die Gewichtsverlagerung erkennt, wenn das Katze das Gerät verlassen hat, und ein Sieb filtert die Klumpen heraus.
Arenti bringt ebenfalls smarte Katzen-Features: Trockenfutter mit Kamera, die sogar den Gesundheitszustand der Katze ermittelt, dazu eine günstigere Light-Variante ohne Kamera und die Variante für feuchtes Futter. Ein Tracker erkennt, welche Katze davorsteht, öffnet die passende Klappe – und eine elektrische Kühleinheit sorgt dafür, dass das Futter auch über Tage frisch bleibt.
xTool – für DIY Begeisterte
Die Begeisterung für DIY findet sich bei xTool: Vom günstigen F2 über den F2 Ultra (mit 60 W/40 W) bis zum XTool O1 All-in-One Gerät. Der Boden ist dabei flexibel einstellbar, damit der Abstand zum Laser immer perfekt sitzt. Neu ist außerdem der Omniprinter für den Druck auf unterschiedlichen Oberfläche und ein beeindruckender 3D-Druck, der über mehrere Stunden gedruckt wird.
Eine ehrliche Aussage darf nicht fehlen: Die xTool Geräte sind nichts fürs gemeinse Wohnzimmer – dafür gilt es hoffentlich bald wieder eine smarte Lösung.
Potensic – eine Drohne, die überrascht
Die neue Drohne ist spannend – gerade als Alternative zur den bekannten Marken. Die Zukunft: 4K mit 60 FPS, KI-Tracking, bis zu 16 km Reichweite, 40 Minuten Flugzeit, ganze 249 g groß – also ganz ohne Lizenz. Neu ist auch das Gerätesteuerung mit eigenem Display, damit du dein Handy nicht mehr einhängen musst. Und ein echtes Detail: Mulit-Packing-Laden, d.h. alle drei Akkus können gleichzeitig geladen werden und sind nach 90 Minuten wieder bereit zum Starten.
Emanta – mehr als nur eine Kamera
Bei Emanta zeigt sich der Ansatz von Sicherheit: ein Kamera-System, das Feuer erkennt. Wir sehen die Flamme eines Feuerzeug, welches sofort den Alarm auslöst und die punkttuele Löscheinheit beginnt – eine kurze, aber beeindruckende Demo.
Astrion – Home-Assistant-Liebe
Schickes Design und volle Integration für Home Assistant: Eine Fernbedienung lässt sich mit Home Assistant konfigurieren inklusive Sprachbeispielen. Dazu eine individuelle zusammenstellbare Desk, dessen Knöpfe als in Home Assistant genutzt werden können.
Aurzen – Kompakter Projektor
Die neue Pro-Version ist ein ganzes Stück größer – aber dafür liefert sie Full-HD, 3 Stunden Akku (statt 1,5 h), 200-Lumen-Anmount (statt 100 Lumen). Aufgrund ihrer Kompaktheit ist der Projektor ausgelegt für Outdoor, Camp, Caravan – für Netflix & Co. braucht es aus Lizenzgründen einen kleinen Adapter.
Everblog – FridgeCal, Der smarte Kühlschrank-Kalender
Familienplanung an dem Kühlschrank mit Magneten war gestern. Der Everblog–FridgeCal hängt magnetisch am Kühlschrank, hat eine Akkulaufzeit von 5–7 Tagen und einen Startbildschirm mit Kalender. Das Highlight ist die AI Funktion: Du fotografierst die Kühlschrankinhalte ab , wählst sie aus und die App gibt Rezeptvorschläge aus.
Sensereo – Luftqualität fürs Smart Home
Sensereo liefert das Sicherheitsthema Air-Qualität ab: Neues Modul-System ja nach Sensortyp – je nach Wahl VOC, PM2.5 oder Co2. Die Geräte laufen über Matter over Thread, bis zu 30 Tage Batterie und könnten über einen kleinen Thread-Border-Router mit bis zu 20 Geräte angeschlossen werden. Wer die Cloud nicht mag, kann alles in Home Assistant hineinspeichern.
Open Home Foundation – die Community als Herz
Der große, emotionale Abschluss ist der Home-Assistant-Stand, besser die Open Home Foundation. Ein toller Austausch mit den Köpfen hinter Home Assistant, Nabu Case, ESPHome, Voice Assistant und Co.
Vielen Dank – und bis zum nächsten Jahr in Berlin!


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